Ahmad Naderi (Hrsg.)
Schiitische Geopolitik?
Zur Politik Irans im Nahen und Mittleren Osten
Aktuell steht der Iran wegen seines international umstrittenen Atomprogramms in der Kritik, gilt als Unruhestifter. Unstrittig ist, dass das Land in einem geopolitisch wichtigen Areal liegt. Welche Bedeutung hat daher der Iran für diese Region? Ausgehend von seiner zentralen Position will er besonders für die in vielen arabischen Staaten unterdrückten Schiiten Orientierungspunkt sein. Welche Rolle werden der Iran und die Schiiten zukünftig spielen? Mithilfe traditionellergeopolitischer Theorien soll diese Frage beantwortet werden
Irans zunehmender Einfluss als Regionalmacht wird wegen seines Atomprogramms und seiner antiwestlichen Politik als „Störfaktor“ bewertet. Die offensive Rhetorik Teherans zielt primär darauf ab, möglichen Gefahren entgegenzutreten. Westliche Politik sollte das allseitig bestehende Interesse an regionaler Stabilität nutzen, um seine ausschließlich auf Eindämmung bedachte Politik zu überwinden. Mit der Publikation dieses Artikels erinnert WeltTrends an Johannes Reissner, einen hervoragenden Kenner Irans.
Inhalt
1. Iran als Zentrum schiitischer Geopolitik
Ahmad Naderi
2. Iran: Selbstverständnis und Verhaltensmuster
Johannes Reissner
Bibliographische Angaben
WT-Spezial 07
Ahmad Naderi (Hrsg.)
Schiitische Geopolitik?
Zur Politik Irans im Nahen und Mittleren Osten
WeltTrends, Potsdam 2012
ISBN 978-3-941880-40-5
ISSN 2193-0627
26 Seiten / E-Book im PDF-Format
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WeltTrends 153 – Brennpunkt Iran
Vor 40 Jahren wurde das Regime von Schah Mohammad Reza Pahlevi, engster Verbündeter der USA im Nahen und Mittleren Osten, gestürzt. Die Weltmacht hat das bis heute nicht verwunden. Mit dem 2015 zum iranischen Nuklearprogramm geschlossenen Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (JCPOA) schien sich eine Entspannung anzubahnen. Das änderte sich mit Präsident Trump. Welches Kalkül steckt dahinter? Werden andere Länder dem US-Kurs folgen? Welche innen- und außenpolitischen Schlüsse zieht die iranische Führung? Und wie ist es um die russisch-iranische Kooperation in der Region bestellt?