Das Institut für Internationale Beziehungen der DDR
Dieses Buch stellt das Institut für Internationale Beziehungen (IIB) in Potsdam- Babelsberg von seiner Gründung in den 1950er Jahren bis zu seiner Auflösung im Jahre 1990 dar. Zeitzeugen analysieren die Rolle des Instituts im politischen System, beschreiben seine Strukturen und Aufgaben in Forschung und Lehre und diskutieren Defizite und Leistungen dieser außenpolitischen Institution der DDR.
Zeitzeugen analysieren die Rolle des Instituts im politischen System, beschreiben seine Strukturen und Aufgaben in Forschung und Lehre und diskutieren Defizite und Leistungen dieser außenpolitischen Institution der DDR.
Das IIB war eine Voraussetzung der Gründung der DDR, weil der Bruch mit dem Faschismus bedeutete, ehemalige Nazis zur Außenvertretung dieses Staates nicht zuzulassen. Insofern fielen „Fachleute“ aus dem Auswärtigen Amt, die bereits unter Hitlers Außenminister Ribbentrop gedient hatten, grundsätzlich aus. Es musste neues Personal gefunden werden, das für die Vertretung der internationalen Interessen der DDR zur Verfügung stand. Es kam zunächst vor allem aus dem antifaschistischen Widerstand bzw. der Emigration, oder aber musste ganz neu herangebildet werden.
Das Scheitern der DDR brachte auch das Ende des Instituts mit sich. Dieses Buch erscheint nun im zwanzigsten Jahr nach den Umbrüchen in der DDR und dem Mauerfall. Es bedient die Sicht, vierzig Jahre DDR seien auf vierzig Jahre „Unrecht“ zu reduzieren, nicht. Das ist insofern Absicht, als dass hier berichtet wird, was an dem Babelsberger Institut für Internationale Beziehungen während jener vierzig Jahre geleistet wurde. Das geschieht mit kritischem Blick und zugleich mit dem Selbstbewusstsein, dass vieles, was dort inhaltlich gemacht wurde, auch aus heutiger Sicht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.
Das Institut für Internationale Beziehungen im politischen System der DDR
Aufgaben und Platz des IIB Helmut Matthes
Das IIB – Einrichtung der außenpolitischen Forschung Werner Hänisch
Lehre
Die ersten Jahre der Lehrtätigkeit Joachim Krüger
Erfahrungen im 1. Vierjahreslehrgang Otto Pfeiffer
Der letzte Zweijahreslehrgang Helmut Ettinger
Das fünfjährige Außenpolitikstudium Jochen Franzke, Lutz Kleinwächter
Fünf-Jahres-Studium Außenpolitik Wolfram Adolphi
Exkurs: Studium der Internationalen Beziehungen in Moskau Klaus Kapr
Ausländerstudium Helmuth Busch
Fremdsprachenausbildung Harald Czenkusch
Das Lehrgebiet „Diplomatische Praxis“ Hans Maretzki
Forschung
Die Abteilung Grundfragen Manfred Müller
Sozialismusforschung Joachim Krüger
Forschungen zur westeuropäischen Integration Wilhelm Ersil
Forschungen zur USA-Außenpolitik Claus Montag
Die Abteilung „Entwicklungsländer Asiens, Afrikas und Lateinamerikas“ Renate Wünsche
Forschungen zur Weltwirtschaft und den internationalen Wirtschaftsbeziehungen Helmut Matthes
Zur Völkerrechtswissenschaft Joachim Schulz
Die Abteilung Auslandsinformation Gerhard Dengler
Das IIB und der ZENTRAAL Renate Wünsche
Brandenburgische Übergänge
Von Auflösung, kreativer Anarchie und nicht aufhörendem Optimismus Raimund Krämer
An der Schwelle zur Abwicklung – und danach Walter Hundt
Zwischen eigenständigem Neuansatz und hoheitlicher Abwicklung Raimund Krämer
Zum neunmonatigen Versuch eines Aufbaus der Politikwissenschaft in Potsdam im Jahre 1990 Erhard Crome, Jochen Franzke, Raimund Krämer und Wolfram Wallraf
Anhang
Zeittafel IIB Dissertationen und Habilitationen (Dissertationen B) am IIB Monographien und andere Publikationen – Eine Auswahl Autoren
Bibliographische Angaben
Potsdamer-Textbücher (PTB) 12 Erhard Crome (Hrsg.) Die Babelsberger Diplomatenschule Das Institut für Internationale Beziehungen der DDR WeltTrends, Potsdam 2009 ISBN 978-3-941880-01-6