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Institut beriet über Forschungsschwerpunkte

Auf der ersten Tagung des im April gegründeten WeltTrends-Instituts für Internationale Politik (IIP) diskutierten Vorstand und Institutsmitglieder (Fellows) Schwerpunkte der künftigen Tätigkeit. Es bestand Übereinstimmung, dass in Deutschland eine ernsthafte Debatte über außenpolitische Interessen und den Platz des Landes in der Welt dringender denn je ist. Viele traditionelle Think Tanks propagieren eine größere „Verantwortung“, meinen damit jedoch vor allem mehr Beteiligung an Militäreinsätzen und eine Aufstockung der Rüstungsausgaben. Russland wird zum Feind erklärt, China als Gegner angesehen und das gespannte Verhältnis zu den USA beklagt.

Das IIP will mit einer kritischen Analyse der derzeitigen internationalen Beziehungen eine alternative Außenpolitik fördern, die auf Frieden, friedliche Koexistenz und internationale Zusammenarbeit ohne Vorbedingungen zielt. Zu den Schwerpunkt-Themen sollen gehören: eine Weltordnung des Friedens für das 21. Jahrhundert; eine Europäische Union, die auf gleichberechtigter Zusammenarbeit beruht; ein stabiles Europa auf der Grundlage gemeinsamer Sicherheit; die Entwicklung der Kooperation im eurasischen Raum; die Wiederaufnahme einer realistischen Abrüstungspolitik, insbesondere auf nuklearem Gebiet und im Rahmen der OSZE.

Als erste größere Veranstaltung organisiert das IIP am 3. November den „Potsdamer Außenpolitischen Dialog 2018″ zum Thema „Jenseits der Konfrontation! Für eine Neugestaltung der Beziehungen EU – Russland“.

Potsdam, 19. September 2018

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