WeltTrends
Zeitschrift für internationale Politik
WeltTrends ist ein außenpolitisches Journal, das 1993 von Erhard Crome, Jochen Franzke, Bogdan Koszel, Raimund Krämer, Claus Montag, Andrzej Sakson, Lutz Schrader und Wolfram Wallraf gegründet wurde. Als Herausgeber der WeltTrends fungieren der WeltTrends e.V. und das West-Institut Posen. Die Zeitschrift ist politisch unabhängig und wird von keiner Partei oder offiziellen Einrichtung finanziert. Sie wird von führenden sozialwissenschaftlichen Literaturdiensten indexiert und ausgewertet.
Eine Übersicht über alle erhältlichen Ausgaben finden Sie hier: Ausgaben.
Russland und Wir
WeltTrends 89 März/April 2013
„Wir wollen Russland als Partner“, stellte jüngst Außenminister Westerwelle fest. Das ist anspruchsvoll. Ein Blick zurück genügt, um zu sehen, dass Russland und wir in der Vergangenheit ein häufig schwieriges Verhältnis hatten. Nach dem Ende des Kalten Krieges sollte es anders werden. Wie steht es im Hier und Jetzt um die deutsch-russischen Beziehungen? In WeltTrends ziehen russische und deutsche Autoren eine kritische Bilanz, die konstruktive Anregung sein sollte, über die Zukunft dieser Beziehungen, die weit über das Bilaterale ausstrahlen, nachzudenken.
China und die Welt
WeltTrends 88 Januar/Februar 2013
Was will China? Das Reich der Mitte sieht sich als Großmacht im pazifischen Raum und zeigt sich zurückhaltend in der Gestaltung der globalen Politik. Doch der Erfolg „konfuzianischer Klugheit“ bleibt ungewiss. Chinas Verhältnis zu seinen Nachbarn ist spannungsvoll. Offen fordern die USA den roten Riesen im pazifischen Raum heraus. Im Westen wird viel über die zukünftige Großmacht spekuliert, Analysen aus China sind hingegen Mangelware. Nicht so bei WeltTrends: Im Thema kommen chinesische Experten selbst zu Wort.
Weltunordnung 21
WeltTrends 87 November/Dezember 2012
Die internationale Ordnung ist im Umbruch. Aufstrebende Großmächte wie China, Brasilien und Russland fordern die US-amerikanische Dominanz des Westens heraus. Werden die neuen Gestaltungsansprüche zu einer gerechteren Weltpolitik führen – oder zu einer „neuen Weltunordnung“? WeltTrends setzt den Meinungsaustausch über Ordnungen und Unordnungen in der Welt des 21. Jahrhunderts in diesem Heft fort – fachkundig und vielseitig.
Neue Weltordnung 2.0
WeltTrends 86 September/Oktober 2012
Wer ordnet die Welt im 21. Jahrhundert? Ist das Zeitalter der Hegemonie beendet? Welche Spieler werden das Great Game der nahen Zukunft bestimmen? Dies sind drängende Fragen der internationalen Politik – und wir liefern Antworten in unserem Themenschwerpunkt: sachlich und pointiert, faktenorientiert und kontrovers. „Neue Weltordnung“ war der Titel der ersten WeltTrends-Ausgabe 1993; „Neue Weltordnung 2.0“ ist der Titel der nunmehr 86. Ausgabe. Auch im 20. Jahrgang bleibt die Zeitschrift ein kritischer, kompetenter Begleiter weltpolitischer Ereignisse – mit Sicherheit!
Brasilien – Land der Gegensätze
WeltTrends 85 Juli/August 2012
Für Stefan Zweig war Brasilien 1941 „ein Land der Zukunft“. Die Realität sieht anders aus: Bis heute ist es ein Land der Gegensätze, geprägt vor allem durch jenen von Arm und Reich. Was Gini-Koeffizienten nüchtern in Zahlen ausdrücken, kann man in Metropolen mit hypermodernen Zentren und Favelas an Berghängen auf engstem Raum erleben. Vor allem die Verteilung von Land resultiert in Auseinandersetzungen. Experten analysieren im Thema die Lage eines Staates, der in seinen Widersprüchlichkeiten gefangen ist.
Ernährung garantiert?
WeltTrends 84 Mai/Juni 2012
Alle Menschen haben elementare Gemeinsamkeiten: Um zu überleben, müssen sie atmen, trinken – und essen. Ist Ernährung garantiert? Die Diskussion über globale Ernährungssicherung führte Jahrzehnte lang ein Schattendasein. Nun erfährt die Agrarwirtschaft eine Renaissance. Ob dies den Hungernden zugute kommen wird, ist fraglich: Immer mehr Produkte sollen nicht nur den Energiebedarf der Menschen, sondern den der Maschinen decken. Im Thema diskutieren Experten die Möglichkeiten und Risiken der veränderten Wertschätzung der Landwirtschaft.
Arabische Brüche
WeltTrends 83 März/April 2012
Vor einem Jahr begann mit der Jasmin-Revolution in Tunesien der Arabische Frühling. Die versiegelte Zeit wurde aufgebrochen. In einigen Ländern vollzogen sich Regimewechsel, in anderen wurden Demonstrationen mit Panzern platt gewalzt. Was ist seitdem erreicht worden? WeltTrends zieht eine erste Bilanz, die sachlich und zwiespältig ist. Sie zeigt Erfolge, ohne zu beschönigen. Probleme werden sichtbar gemacht, aber auch Wege zu ihrer Lösung. Ein Fazit zielt auf Europa: Wir müssen zu einem neuen, partnerschaftlichen Verhältnis mit den sich wandelnden arabischen Nationen finden!
Autoritarismus Global
WeltTrends 82 Januar/Februar 2012
Entgegen vieler Erwartungen der Politikwissenschaft und des gehobenen Feuilletons aus den frühen 1990er Jahren scheint sich der autoritäre Regimetyp durchzusetzen. Antworten, die politische Regime auf alte und neue Herausforderungen geben, sind immer weniger demokratischer und immer mehr autoritärer Natur. Wir analysieren diesen WeltTrend: von Lateinamerika und Ostasien über Russland und den Nahen Osten bis in die Mitte Europas.
Atomare Abrüstung
WeltTrends 81 November/Dezember 2011
Obamas Rede im Prager Frühling 2009 sollte ein neuer Startschuss für die atomare Abrüstung sein. Im Winter 2011 herrscht Ernüchterung. Die Hoffnung auf eine atomwaffenfreie Welt hat sich nicht erfüllt. Neben kleinen Etappenerfolgen sind sogar Aufrüstungstendenzen zu verzeichnen, zwanzig Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges. Doch die Forderung nach Global Zero steht im politischen Raum. Weitere Themen: Spannungen zwischen der Türkei und Israel, Austausch zwischen China und Deutschland sowie die Zukunft des transatlantischen Verhältnisses.
Japan in der Katastrophe
WeltTrends 80 September/Oktober 2011
Die verheerenden Erdbeben im März 2011 erschütterten nicht nur Japan, sie erschütterten die Welt. Das Reaktorunglück von Fukushima weckte düstere Erinnerungen an Tschernobyl. Wie mit der Katastrophe umgehen? Weitere Themen: Europa macht die Eurokrise zu schaffen, Werner Weidenfeld plädiert für ein politisches Projekt Europa. Berlins Große Politik im Fall Libyen analysiert Gunther Hellmann. Zudem ein aktuelles Interview mit dem Generaldelegierten Palästinas in Deutschland.
Rohstoffpoker
WeltTrends 79 Juli/August 2011
Die Einsätze erhöhen sich. Player wie China mischen die Karten am Tisch des globalen Rohstoffpokers neu. Deutschland nimmt die Herausforderung an und verändert seine Strategie. Experten und Kritiker dieser Neuausrichtung kommen zu Wort. Ohne die Einbeziehung der geopolitisch entscheidenden Mitspieler Zentralasien und Russland können die Karten aber nicht aufgedeckt werden. Weitere Themen sind die Intervention in Libyen aus kosmopolitischer Perspektive, die höchst umstrittene Verfassungsänderung in Ungarn und die Frage nach der Zukunft des Nahostkonflikts angesichts des Arabischen Frühlings.
Polen regiert Europa
WeltTrends 78 Mai/Juni 2011
Am 1. Juli übernimmt Polen die EU-Ratspräsidentschaft. Es ist eine Chance, sich als europapolitischer Akteur zu profilieren. Im Thema werden Prioritäten und Herausforderungen der polnischen Ratspräsidentschaft – das künftige EU-Budget, die Östliche Partnerschaft, die Beziehungen zu Russland – klar benannt und analysiert. Weitere Schwerpunkte in dieser Ausgabe: Japan nach der Atomkatastrophe, die panarabische Revolution und die Lage in Israel.
Fremde Bürger
WeltTrends 77 März/April 2011
Wie werden Fremde zu Bürgern? Unsere Autoren erweitern die oft polemisch geführte Integrationsdebatte. Dies gilt sowohl geografisch als auch kulturell. Von Australien über Bahrain bis nach Kanada reichen die Beispiele. Die Renaissance des Bürgers und urbane Toleranz bilden den gedanklichen Rahmen. Ein weiterer Schwerpunkt: Die Aufstände in Nordafrika und Arabien markieren eine Zeitenwende. Im WeltBlick analysieren unsere Autoren - u.a. Alfred Stepan und Juan Linz - Auslöser und mögliche Konsequenzen - sowohl regional als auch global.
Herausforderung Eurasien
WeltTrends 76 Januar/Februar 2011
Im Osten was Neues: Seit zehn Jahren gibt es die Shanghai-Gruppe. Für die Geschichtsschreibung ein winziger Zeitraum. Welchen Platz die Organisation in Geschichtsbüchern einnehmen wird, ist ungewiss. Die strategische Bedeutung, die Entscheidungsprozesse sowie die Ziele der Gruppe sind bislang nicht konturscharf einzuschätzen gewesen. Im Thema untersuchen Kenner der SCO die Interessen der Akteure, vor allem jene Chinas und Russlands. Sie werfen einen Blick auf die geostrategische Relevanz Zentralasiens und machen auf das kritische Verhältnis zwischen der Allianz und den USA aufmerksam.
Exit Afghanistan
WeltTrends 75 November/Dezember 2010
Den Krieg um Afghanistan hat der Westen verloren - wieder einmal. Die Frage des Abzugs aus dem Land am Hindukusch bestimmt die außen- und sicherheitspolitische Agenda, nicht nur in Washington D.C. und Berlin. Ziel ist, die gescheiterte Intervention möglichst glimpflich enden zu lassen: “Exit Afghanistan” - aber wie? Im Thema diskutieren Kenner der Region und außenpolitische Experten die Ausgangslage des Afghanistan-Komplexes und analysieren Abzugsstrategien: klar, präzise und mit dem Mut zur wohlgesetzten Pointierung.
Vergessene Konflikte
WeltTrends 74 September/Oktober 2010
Vergessen gehört zur menschlichen Natur. Und was für den Einzelnen gilt, scheint auch für Gesellschaften zu gelten. Politische Katastrophen mögen ein oder zwei Generationen nachwirken, aber dann beginnt das Vergessen. 40 bewaffnete Konflikte toben derzeit in der Welt. Über einige wird informiert, über andere wissen wir wenig oder nichts. Im Thema wollen wir einige dieser “Vergessenen Konflikte” ins Bewusstsein holen. Wissenschaftler beleuchten Ursachen und Interessen, die zu Kriegen führen und formulieren Lösungsvorschläge.
Klima nach Kopenhagen
WeltTrends 73 Juli/August 2010
Klimapolitik ist Interessenpolitik, sehr harte sogar. Das zeigte der Gipfel in Kopenhagen. Als es zu konkreten Abmachungen kommen sollte, wurde gefeilscht, blockiert und schließlich ein nichtssagendes Papier verlesen. Im Schwerpunkt analysieren Experten die Ursachen für das Scheitern in Kopenhagen und die Konsequenzen für die künftige Klimapolitik. Sie fragen nach der Rolle solcher Akteure wie China und Indien und der NGO, diskutieren den Faktor Klima in der Entwicklungspolitik und machen Vorschläge zur Finanzierung der Klimapolitik.
Südafrika und die Fußball-WM
WeltTrends 72 Mai/Juni 2010
Quid novi ex Africa? Diese alte Frage wird noch heute meist mit Schreckensmeldungen beantwortet. Man denkt an Bürgerkriege, Flüchtlinge und Hungersnöte. Die Fußball-WM, die am 11. Juni in Südafrika angepfiffen wird, könnte dieses negative Image des Kontinents verblassen lassen – jedenfalls zeitweilig. Dieses Ereignis ist Anstoß für uns, über Südafrika und dessen Stellung in der Welt nachzudenken. Das “Plädoyer für eine offene Debatte” in Heft 71 führte unter jungen IB-Enthusiasten zu vielen Reaktionen, sodass wir auf dem Streitplatz die Diskussion um die Interessen Deutschlands fortsetzen.
Selektive Grenzen
WeltTrends 71 März/April 2010
Die Grenze – historisches Auslaufmodell? Moralische Zumutung? Unabdingbare Tatsache? Meist ist sie Limes: Durchlässig für den Austausch bestimmter Waren und Personen, zugleich Schutz gegen das Eindringen unerwünschter Fremder. Vielfach erklärtes Ziel ist ein “grenzenloses Europa”. Im Innern der EU sind Schlagbäume verschwunden, an Rändern wird vielerorts abgeschottet. Diese Grenzsortierungen sind Thema in WeltTrends.
Brodelnder Iran
WeltTrends 70 Januar/Februar 2010
Die letzten Wahlen im Iran waren die Zündschnur am Pulverfass: Der angestaute Protest entlud sich. Wenig organisiert, jedoch mit Kreativität und erstaunlicher Dauer der Opposition. Zugleich gelingt es dem Regime weiterhin, mit Härte gegen oppositionelle Kräfte vorzugehen. So brodelt es bedrohlich im Iran. Afghanistan bleibt hierzulande auf der Tagesordnung. Obamas “neue Strategie” erinnert an Vietnam. Mit ihr wird sich der Druck auf Berlin verstärken, die Zahl der Soldaten am Hindukusch zu erhöhen. Dies erfordert weiterhin eine Debatte um Alternativen.
Europäische Brüche
WeltTrends 69 November/Dezember 2009
Vor 70 Jahren begann der Zweite Weltkrieg, ihm folgte der Kalte Krieg, der mit dem Jahr 89 abschloss. Die Folgen dieser europäischen Brüche sind bis heute zu spüren, vor allem für das Dreieck Warschau-Moskau-Berlin. Und sie sind Thema der aktuellen Ausgabe. Im Forum Afghanistan wird die Frage nach dem Engagement “des Westens” mit Carl Schmitt zugespitzt. Die tödliche Realität dieses Krieges setzt sich gegen die von der politischen Klasse vereinbarte Tabuisierung durch. Die Verlängerung des Mandates der Bundeswehr steht demnächst an. Die politische Debatte muss geführt werden.
NATO in der Sinnkrise
WeltTrends 68 September/Oktober 2009
Abschaffen oder reformieren? Die Zeit für die “alte” NATO ist abgelaufen. Ob ihr ein strategischer Relaunch im 21. Jahrhundert gelingt oder sie in den Bergen Afghanistans allmählich zerbröselt: Das ist noch offen. Sicher ist jedoch: Es bedarf der Debatte über die Zukunft dieser politisch-militärischen Organisation, von den Bürgern in allen NATO-Ländern und so auch hier. Afghanistan, Abrüstung und Afrika sind weitere Themen dieses Heftes, das erneut zeigt, dass WeltTrends eine solide Plattform für streitbare Diskussionen um die deutsche Außenpolitik ist.
Außenpolitik in Schwarz-Rot
WeltTrends 67 Juli/August 2009
Die Jahre der Großen Koalition neigen sich dem Ende zu. Bilanz wird gezogen, auch in der Außenpolitik. Ob EU oder die Beziehungen zu den USA, Russland oder China, ob im Krieg in Afghanistan oder beim Kampf gegen somalische Piraten - oft glich die deutsche Außenpolitik einem Drahtseilakt. Im aktuellen Heft diskutieren Politiker und Wissenschaftler Höhen und Tiefen, Leistungen und Defizite der Schwarz-Roten-Außenpolitik der letzten vier Jahre.
Energiesicherheit Deutschlands
WeltTrends 66 Mai/Juni 2009
Führen russische Erdgasimporte zur Abhängigkeit Deutschlands oder sind sie Basis für eine strategische Kooperation? Treibt die Energiefrage die europäische Einigung voran oder beschleunigt sie den Rückfall in nationale Positionen? Sind andere Energieträger, wie die Atomenergie, eine reale Alternative für uns? Antworten auf diese Fragen gibt es hier. Sie sind unterschiedlich, manchmal konträr, aber allesamt engagiert und fachlich solide.
Naher Osten - Ferner Frieden
WeltTrends 65 März/April 2009
In der Zeit des Gaza-Krieges formulierte Daniel Barenboim drei Wünsche für 2009. Erstens sollte die israelische Regierung erkennen, dass der Nahostkonflikt auf militärischem Weg nicht zu lösen ist. Zweitens möge die Hamas erkennen, dass Gewalt ihren Interessen zuwiderläuft und dass Israel Realität ist. Drittens sollte die Welt die historische Einmaligkeit dieses Konflikts erkennen und handeln. In diesem Sinne setzen sich renommierte Autoren mit dem Nahostkonflikt auseinander, sachlich und fair. Sie diskutieren die Geschichte und suchen nach Lösungen für einen Konflikt, der beispiellos kompliziert und belastet ist.
Konfliktherd Kaukasus
WeltTrends 64 Januar/Februar 2009
Im Kaukasus brodelt es. Ein gefährliches Gemisch aus rivalisierenden Eliten, ethnischer Vielfalt, wirtschaftlicher Unterentwicklung, Ressourcenreichtum und auch noch ausländischen Interessen macht diese Region so instabil und konfliktträchtig. Die Rolle der Mythen und Legenden, die die Gewalt begründen, Abchasien und Nagorny-Karabach, Russlands Politik und deutsche Interessen - das sind die Themen dieses Heftes.
Geopolitik Ost
WeltTrends 63 November/Dezember 2008
Was bedeutet “Geopolitik” mit Blick nach Osten? Die politische Geometrie im Dreieck Moskau-Warschau-Berlin ist labil und wechselhaft, obwohl die Stabilität dieser Beziehungen für den Frieden in Europa so wichtig ist. Die kontroversen Sichten in diesem Heft verdeutlichen die großen Resentiments, die es bis heute in diesem Dreieck gibt.
Zerrissene Türkei
WeltTrends 62 September/Oktober 2008
Was ist los mit der Türkei? Einst sprach man vom “kranken Mann am Bosporus”, aber auch die “moderne Türkei” scheint bettlägerig zu sein. Im Sommer stand sie vor dem politischen Infarkt. Dieses Heft diskutiert die Polarisierung, ja Zerrissenheit der Türkei. Dabei geht es um das Phänomen AKP, die Rolle von Militär und Verfassungsgericht, den “Turban” und die Frauen sowie die Rolle des “Westens”. Rüstung und Abrüstung ist ein weiteres Thema. Es geht um die geplanten US-Raketen in Mitteleuropa und die Abrüstung weltweit.
Widerstand und Wandel - Soziale Bewegungen in Süd- und Mittelamerika
WeltTrends 61 Juli/August 2008
Neue soziale Bewegungen sind seit den 1990er Jahren in Süd- und Mittelamerika geradezu explosionsartig entstanden. Diese neue Realität ist vielfältig und widersprüchlich. Sind sie Zeichen eines neuen Aufbruchs im “Fernen Westen”? In den Beziehungen zwischen der EU und Russland könnte es nach dem jüngsten Gipfel zu einem Aufbruch kommen - also auch im Osten gibt es Hoffnungen.
Russische Moderne
WeltTrends 60 Mai/Juni 2008
WeltTrends diskutiert im Thema dieses Heftes die paradoxe Situation des heutigen Russlands mit der gebotenen Mischung aus Analyse und Empathie - ohne Belehrung im Sinne einer “Modernisierungspartnerschaft”.
EU-Außenpolitik nach Lissabon
WeltTrends 59 März/April 2008
Der neue Reformvertrag gilt als Weg aus der EU-Krise. Viele bezweifeln, dass dies zu mehr Demokratie und Transparenz führt. Mit den Neuerungen in der Außenpolitik kann die EU ihre Interessen auf internationaler Ebene sichtbarer und druckvoller einbringen. Angesichts der Herausforderungen in der Kosovofrage und in der Globalisierung wäre dies ein Schritt zum Global Player. Das Heft bietet eine erste kompakte Analyse des Lissaboner Reformvertrages im außenpolitischen Sektor. Auch die außenpolitische Neuausrichtung Polens wird dabei thematisiert.
Regionalmacht Iran
WeltTrends 58 Januar/Februar 2008
Das Heft hat als Schwerpunkt die Regionalmacht Iran. Zu Wort kommen dabei unter anderem Johannes Reissner und Udo Steinbach. Aktuelle Entwicklungen in Polen, Pakistan sowie im Völkerrecht sind Themen im Weltblick. Im Streitplatz führen Außenpolitiker wie Jürgen Trittin, Karl A. Lamers und Rolf Mützenich die Debatte zur “Militärmacht Deutschland” fort.





