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WeltTrends Papiere

Die WeltTrends Papiere bieten Raum für politikwissenschaftliche Beiträge, die über die Länge gewöhnlicher Fachartikel hinausgehen. Hier können aktuelle Debatten, Analysen internationaler Gegenwartsprobleme oder Ergebnisse der neuesten Forschungsarbeiten in Druckform publiziert werden – und dies auch abseits des sozialwissenschaftlichen Mainstreams.

Die Papiere verstehen sich dabei als Forum für streitbare Positionen und kritische Auseinandersetzungen, die das schnelle Eingreifen in akademische und politische Diskurse unserer Zeit ermöglichen sowie Anregungen für neue Debatten geben sollen.

Eine Publikation erfolgt nach eingehender fachlicher Prüfung eingereichter Manuskripte und wird nach Ablauf eines Jahres vom Universitätsverlag Potsdam über eine open access Plattform online einer breiten Leserschaft zur Verfügung gestellt.

Für nähere Auskünfte zu Voraussetzungen und Konditionen einer Publikation in der Reihe WeltTrends Papiere wenden Sie sich bitte an die Herausgeberin Azadeh Zamirirad M.A. ().

Papiere 13

Die Zapatistas in Mexiko

Wie kaum eine andere soziale Bewegung der letzten 25 Jahre erfuhren die Zapatisten eine weltweite, breite Rezeption. Von der medialen Präsenz der 1990er Jahre ist nicht viel übrig geblieben. Um die mexikanischen Guerillas ist es ruhig geworden. Wurden die Zapatistas vom Zeitgeist überholt? Verloren ihre postneoliberalen Ansätze durch den Wandel der Bewegung an Attraktivität? Das Papier geht den Ursprüngen der indigenen Aufstandsbewegung und deren Paradigmenwechsel nach und zeigt auf, wie trotz des neu eingeschlagenen Weges der antisystemische und antietatistische Charakter der Bewegung beibehalten wurde.

Papiere 12

Der Iran-Konflikt und die Obama-Regierung

Mit dem Amtsantritt Barack Obamas wurden nach Jahren schwelender Kriegsgefahr mit dem Iran große Hoffnungen verbunden. Das Papier analysiert die der US-Regierung vorgelegten Iran-Strategiepapiere im Hinblick auf eine Lösung im Iran-Konflikt. Das Spektrum der angedachten Politik reicht von Scheindiplomatie zur Kriegslegitimation bis hin zu selektiver Annäherung. Zum Schluss wird der Frage nachgegangen, inwieweit tatsächlich eine Wende in der Iran-Politik Obamas zu erwarten ist.

Papiere 11

Regieren ohne Demokratie?

Das Urteil fällt ambivalent aus: Das Projekt einer EU-Verfassung ist erfolgreich gescheitert. Das Ziel der deutschen Ratspräsidentschaft, eine substantielle Einigung über die Inhalte einer Vertragsreform unter Beibehaltung der Grundzüge des Konvententwurfs herbeizuführen, ist geglückt. Allerdings: Der europäische Verfassungsprozess wurde auf einen Reformprozess der bestehenden Verträge reduziert.

Papiere 10

Der islamistische Dschihad in Pakistan

Das Papier fragt nach den (geopolitischen) Interessen der verschiedenen Akteure, um die bisherige Politik realpolitisch auszuleuchten, die Krisenherde in Pakistan darzustellen und zukünftige (Lösungs-) Szenarien zu entwickeln. Im Zentrum steht die Fragestellung, warum das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet als Wurzel des islamistischen Terrors gilt. Mit Hilfe einer geostrategischen Analyse der Landesstruktur erfolgte die Vorstellung der verschiedenen Akteursnetze, die in Pakistan ursächlich für die Etablierung des islamistsichen Terrors sind.

Papiere 9

Kapitalismus kontrovers

Mit der globalen Banken- und Finanzkrise ist die Debatte um den Kapitalismus neu entfacht. Als entscheidend für kapitalistisches Wachstum werden gesellschaftliche Kräfteverhältnisse zwischen dominanten und subalternen Klassen erachtet. Der Kapitalismus erweist sich dabei als fragiles System, dessen Entstehung nicht auf in vorkapitalistischen Gesellschaften vorhandene Interessen herrschender Klassen zurückzuführen ist, sondern ein ungeplant umgesetztes “Projekt” der Subalternen darstellt.

Papiere 8

Gibt es eine europäische Zivilreligion?
Pariser Vorlesung über die Werte Europas

Gibt es europäische Werte? Heinz Kleger (Universität Potsdam) vertritt in seiner "Pariser Vorlesung" die These einer europäischen Zivilreligion, die auf der gemeinsamen Vergangenheit und einem Wertekonsens basiert. Er zeigt Traditionen, die das europäische Wertesystem prägten, und wie diese in den Verfassungsprozess der EU einflossen. Das Papier gibt damit zugleich Impulse für die weitere intellektuelle und politische Debatte über Europa.

Papiere 7

Großmachtpolitik oder Wahlagitation? Russlands Außenpolitik 2007/2008

Russlands Außenpolitik ist zunehmend aggressiver geworden. Beobachter sehen darin das Bestreben Moskaus, gestützt auf die Energieressourcen des Landes zur global agierenden Großmacht aufzusteigen. In der gegenwärtigen Außenpolitik der Putin-Führung kommt weniger Russlands Wille zur Weltmacht, als der unbedingte Wille zum Erhalt der Macht im Innern zum Ausdruck. Vor den Duma- und Präsidentschaftswahlen dient die Außenpolitik zur Mobilisierung und Integration breiter Bevölkerungsschichten um die Putin-Führung.

Papiere 6

Herausforderung Integration

850 Jahre Brandenburg - 850 Jahre Zuwanderung
Zuwanderung in das Land Brandenburg
Integration
Berufliche Integration
Ausländerbeiräte und politische Partizipation
Interkulturelle Öffnung der Aufnahmegesellschaft
hesen für die zukünftige Integrationsarbeit

Papiere 5

Militärmacht Deutschland?
Zur aktuellen Debatte um Auslandseinsätze

Militärmacht Deutschland - kann man das formulieren? Darf man das fragen? Wo der Zivilmacht-Diskurs dominant ist, werden solche Formulierungen zur Provokation. Aber die Debatte über das Militär, über unser Militär, ist im Gange; ja verschärft sich. Es rumort im politischen Berlin. Ein Durchwinken der Beschlüsse über Auslandseinsätze wird zunehmend schwieriger. Die wachsende Zahl von deutschen Toten beim “militärischen Engagement” und die zweifelhaften Ergebnisse bei der “Wiederherstellung der Demokratie” führen in allen Parteien zu Diskussionen.

Papiere 4

Erfolgreich gescheitert!
Die europäische Verfassungskrise

Realpolitisch ist der Brüsseler Gipfel “ein Erfolg knapp am Totalschaden vorbei”. Einerseits wurden Teile der Verfassung gerettet, andererseits fehlen wichtige Symbole einer Staatsordnung, und der Verlauf der Ratifizierung ist unter demokratischen Aspekten fragwürdig. Das Fazit von Klegers Darstellung lautet: “Der Verfassungsprozess wurde auf eine Reform der bestehenden Verträge reduziert; Zur geretteten Substanz aber gehören die Bürgerrechte und Ansätze mehrstufiger Demokratie.”

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