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Berliner Debatte INITIAL

Berliner Debatte Initial ist ein Journal mit Beiträgen aus den Geisteswissenschaften, den Sozialwissenschaften und der Ökonomie. Seit 2009 erscheinen vier Hefte pro Jahrgang. Jedes Heft enthält einen Themenschwerpunkt und Artikel zu aktuellen sozialwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und philosophischen Themen. Regelmäßig werden Beiträge zum sozioökonomischen Umbruch in Ostdeutschland und Rezensionen zu wichtigen Neuerscheinungen publiziert.

Die Seite des Journals finden Sie hier: redaktion.berlinerdebatte.de

Berliner Debatte Initial 1/2012

Fragmentierung und Überleben

Die Entwicklungsprobleme in Ostdeutschland sind vor dem Hintergrund eines weltweiten sozialökonomischen Umbruchs seit Ende der 1970er Jahre zu sehen. Heute stehen wettbewerbsfähige Unternehmen, prosperierende Regionen, stagnierende Lokalwirtschaften mit prekären Beschäftigungsverhältnissen, deindustrialisierte Städte sowie sich entleerende ländliche Räume nebeneinander. Andreas Willisch hat Beiträge aus dem „Wittenberge-Projekt“ (2007-12) zusammengestellt, die Strategien untersuchen, die es den Bewohnern abgehängter europäischer Regionen ermöglichen, unter prekären Umbruchbedingungen „fortzufahren, zu leben“ (Derrida).

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Berliner Debatte Initial 4/2011

Kapitalistische Moderne

Angesichts vielschichtiger Krisenprozesse des globalen Kapitalismus seit 1997/98 lässt sich für die soziologische Zeitdiagnose eine Bewegung erkennen, die Streeck in der Formulierung pointierte: "bringing capitalism back in." Im Schwerpunkt diskutieren Autoren Gründe, Formen und Folgen dieser eigentümlichen gegenwartsdiagnostischen und gesellschaftstheoretischen Sequenz. Insbesondere interessiert, ob und wie die Postmoderne-Debatte der 1980/90er Jahre Einfluss auf heutige Diskurse und theoretische Entwicklungen ausübt. Was bedeutet die Postmoderne für die kapitalistische Moderne?

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Berliner Debatte Initial 3/2011

Sozial & ökologisch

Der Begriff „Reformismus“ geht auf eine Kontroverse in der frühen sozialistischen Bewegung um den angemessenen Weg zu einer sozial gerechten Gesellschaftsordnung zurück. Als Begründer des theoretischen Reformismus gilt Eduard Bernstein, der die revolutionäre Strategie des Marxismus verwarf und dafür plädierte, gesellschaftliche Veränderungen in Richtung der Reduzierung sozialer Ungleichheit anzustreben. Die Initiatoren des Themas versuchen dem ursprünglichen Reformverständnis insofern wieder Geltung zu verschaffen, als sie die Notwendigkeit eines grundsätzlichen und progressiven Charakters konstruktiver Reformpolitik begründen.

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Berliner Debatte Initial 2/2011

Sparwut

Die „große Krise“ der Jahre 2008 und 2009 hat zu enormen Verwerfungen in der Weltwirtschaft geführt: Ungleichgewichte in den Handels- und Leistungsbilanzen, kaum noch beherrschbare Defizite der Staatshaushalte und astronomische Schuldenberge, tiefe Löcher in den Bankbilanzen, unerwartete Währungsturbulenzen sowie inflationäre Preissteigerungen sind die auffälligsten Phänomene. In den öffentlichen Debatten aber steht vor allem der Anstieg der Staatsverschuldung im Fokus.

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Berliner Debatte Initial 1/2011

Populismus

Nicht erst mit dem Erscheinen des „Sachbuchs“ aus der Feder von Sarrazin 2010 machte sich die Politik einen neuen Kampfbegriff zu eigen: „Populismus!“ Wann immer sich Forderungen nach mehr Basisdemokratie oder dem Ausbau sozialstaatlicher Leistungen erheben, wenn Nationalismen oder antimuslimische Ressentiments ihren Weg in die Öffentlichkeit finden – umgehend formulieren Medien den Vorwurf des „Populismus“. Die Autoren spüren Formen des Populismus in vergleichender Perspektive nach. Sie leisten Pionierarbeit, die sich als Beitrag zu einem aufgeklärten Umgang mit dieser problembeladenen Erscheinung versteht.

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Berliner Debatte Initial 4/2010

Gesampelte Gesellschaft

Biobanken für menschliche Zellen, Gewebe und andere Körpersubstanzen dienen nicht allein der Erforschung von Krankheiten, sondern können Daten für umfassende epidemiologische Studien liefern, deren Zwecke nicht abzusehen sind. „Biobanking“ wirft Fragen auf: nach dem Eigentumsstatus aufbewahrter Materialien, Möglichkeiten und Grenzen des Schutzes der Privatsphäre der Spender und nach den Kommerzialisierungsbedingungen für die Nutzung menschlicher Materialien. Die Autoren prüfen zentrale Konzepte wie Eigentum, Privatheit, „Spenden“ für Biobanken, sowie Erteilung oder Verweigerung von „Zustimmungen“ an der Forschung.

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Berliner Debatte Initial 3/2010

Autokratie Heute

Mitte der 1990er Jahre lief Huntingtons Dritte Welle der Demokratisierung beinahe ungehört aus. Zweifellos veränderte sie die politische Weltkarte. Zu Fukuyamas „Ende der Geschichte“ führte sie indessen nicht. Ungerührt von Gischt und Brandung trotzen einige autokratische Regime den demokratischen Gezeiten und erzwingen eine umfassende Revitalisierung der Autokratieforschung. Dieses Heft gibt Auskunft über den Erkenntnisstand und die laufende Debatte. Gefragt wird nach dem Wesen autokratischen Regierens gestern und heute, aber auch nach den Herausforderungen, denen sich autokratische Regierungen im 21. Jahrhundert gegenüber sehen.

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Berliner Debatte Initial 2/2010

Europäische Integration und EU-Kritik

Mitte der 1990er Jahre galt Kritik an der EU in den Öffentlichkeiten ihrer Mitgliedsländer als tabu. Inzwischen ist von politischen Eliten der Mitgliedsstaaten, selbst von Intellektuellen, die zu Protagonisten des europäischen Einigungsprojekts zählten, vehemente Grundsatzkritik am Modus der europäischen Integration zu vernehmen. Die Ausgabe spürt diversen Phänomenen der neueren Skepsis nach, darunter dem in der Literatur häufig thematisierten „Demokratiedefizit“ und der wachsenden Diskrepanz zwischen Forcierung der Integration des europäischen Binnenmarktes und dem Geltungsverlust von Projekten positiver Integrationspolitik.

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Berliner Debatte Initial 1/2010

Klimapolitik in Südamerika

Folgen des Klimawandels für weniger prominente Länder, aber auch deren klimapolitisches Potenzial finden in der Debatte selten Beachtung. Der Schwerpunkt bietet Einblick in komplexe Zusammenhänge von Welthandel, Entwicklungszusammenarbeit, Technologietransfer und Klimapolitik. Zudem zeigt er für lateinamerikanische Schwellenländer Möglichkeiten auf, klimaverträgliche Investitionen zur Modernisierung ihrer Exportstruktur und mittelfristigen Stärkung ihrer Wettbewerbspositionen auf dem Weltmarkt zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt knüpft an „Wege aus der Krise“ (Heft 2/2009) an und zeigt Auswege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise.

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Berliner Debatte Initial 4/2009

"Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" neu gelesen

Im feierlichen 20. Jahrgang widmet sich die Zeitschrift Umbruchprozessen. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise hat das Verständnis des Kapitalismus stärker als je zuvor seit 1989 problematisiert. Politikwissenschaftler fragen sich, wie angesichts zunehmend transnationalen Regierens gehaltvolle Demokratie noch möglich ist – eine Perspektive, die vor 20 Jahren kaum denkbar war. Schumpeters Klassiker "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" von 1942 ist wieder en vogue.

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