Berliner Debatte INITIAL

Berliner Debatte Initial ist ein Journal mit Beiträgen aus den Geisteswissenschaften, den Sozialwissenschaften und der Ökonomie. Seit 2009 erscheinen vier Hefte pro Jahrgang. Jedes Heft enthält einen Themenschwerpunkt und Artikel zu aktuellen sozialwissenschaftlichen, wirtschaftswissenschaftlichen und philosophischen Themen. Regelmäßig werden Beiträge zum sozioökonomischen Umbruch in Ostdeutschland und Rezensionen zu wichtigen Neuerscheinungen publiziert.

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Berliner Debatte 4/2016

Berliner Debatte Initial 4/2016

Big Data als Theorieersatz

Seit einigen Jahren ist Big Data in aller Munde. Während manche Autoren affirmativ das Ende der Theorie herbeirufen, plädieren andere dafür, eine neue, auf Big Data gestützte Sozialwissenschaft als Teilbereich der „Digital Humanities“ zu begründen. Der Themenschwerpunkt beleuchtet den gegenwärtigen Status sozial- und geisteswissenschaftlicher Forschung angesichts der Möglichkeiten, die digitale, algorithmenbasierte Technologien bieten. Im Fokus steht die Frage, inwieweit sich Theoriebildung und hypothesengeleitete Forschung ändern, wenn durch Big Data eine „dichte Beschreibung“ der Welt möglich wird.

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Berliner Debatte 3/2016

Berliner Debatte Initial 3/2016

Leben mit der Krise

Das Wort „Krise“ ist allgegenwärtig, wenn es um die Beschreibung Ostdeutschlands geht – sei es die wirtschaftliche oder die Demokratiekrise. Dabei wird das Leben des Einzelnen mit und in der Krise häufig außer Acht gelassen. Berliner Debatte Initial nimmt eine mikrosoziologische Perspektive ein und richtet den Blick auf Individuen und deren Lebenswelt. Es werden Menschen vorgestellt, die nicht nur wegen ihrer eingeschränkten Handlungsspielräume „im Dunkeln“ sind, sondern auch deshalb, weil sich fast niemand für ihr Schicksal interessiert.

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Berliner Debatte 2/2016

Berliner Debatte Initial 2/2016

Die Lücke der Utopie

Vor 500 Jahren erschien Thomas Morus’ „Utopia“. Der Text begründete ein Genre: Das Entwerfen gesellschaftlicher Alternativen verband sich mit dem Begriff der Utopie. Berliner Debatte Initial nimmt das Jubiläum zum Anlass, um nach der Stellung von Utopie im politischen Denken zu fragen. Welche gesellschaftlichen Erwartungen und Probleme artikulieren sich in Utopien? Was können Utopien leisten: Sind sie Kritik, Programm oder Warnung? Reales oder gedankliches Experiment? Sind sie Ermächtigung zum Verändern oder trösten sie über die elende Gegenwart? Wofür stehen Utopien heute?

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Berliner Debatte 1/2016

Berliner Debatte Initial 1/2016

Wissen – Macht – Arbeit

Unter den Vorzeichen der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ändert sich das Arbeitsleben rasant. Traditionelle Karriereverläufe lösen sich zunehmend auf. Digitalisierung und Automatisierung drohen ganze Berufsgruppen verschwinden zu lassen, während zugleich neue Berufsfelder entstehen und sich äußerst dynamisch entwickeln. Die politische wie öffentliche Debatte über die Zukunft der Arbeit scheint angesichts der sich abzeichnenden Veränderungen zwischen Euphorie und Hysterie zu schwanken. Die neue Ausgabe der Berliner Debatte Initial fragt nach den Tendenzen dieser Entwicklung und dem neuen Verhältnis zwischen Arbeit und Wissen.

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Berliner Debatte 4/2015

Berliner Debatte Initial 4/2015

Politische Theorie (post-)modern

Eine Erkundung

Unter welchen Bedingungen muss sich politische Theorie 25 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges bewähren? In einer postmodernen Welt, in der sich das Denken unüberbrückbar pluralisiert und ideengeleitete Politik sich fast schon von selbst erledigt hat, steht die politische Theorie vor der Herausforderung, das Politische nicht den Sachzwängen zu überlassen. Der Schwerpunkt gibt einen Einblick in diese Situation und stellt verschiedene Ansätze politischen Denkens heute vor. Mit Beiträgen von Oliver Marchart, Frank Adloff, Rainer Schmidt u.a.

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Berliner Debatte 3/2015

Berliner Debatte Initial 3/2015

Heiner Müller

Macht, Geist & Katastrophengier

Heiner Müllers vornehmlich dramatisches Oeuvre ist genuin politisch. Die DDR und der Kommunismus sind das Material, das er vor menschheitsgeschichtlichem Hintergrund dramaturgisch auslotet. Die postmoderne Attitüde wie der ernsthaft dramaturgische Gestus, der auf der Annah­me einer qualitativ anderen Zukunft aufruht, sind für die Gegenwart nur in vermittelter Form eine Provokation. Berliner Debatte Initial fragt nach dem Hintergrund für die Katastrophengier dieses Dramatikers und deren Wirkungen in unserer „postheroischen“ Zeit.

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Berliner Debatte 2015-2 Cover

Berliner Debatte Initial 2/2015

25 Jahre Deutsche Einheit

Die Herstellung der deutschen Einheit setzte im Osten Deutschlands einen umfassenden Adaptions-, Transformations- und Integrationsprozess in Gang, der alle Lebensbereiche erfasste. Der Vereinigungsprozess führte dabei im letzten Vierteljahrhundert nicht nur zu einer Umgestaltung der neuen Bundesländer, sondern ergriff die gesamte bundesrepublikanische Gesellschaft. Zugleich machen vielfältige gesellschaftliche Problemlagen deutlich, dass wichtige Ziele der Vereinigung bisher nicht oder nur unzureichend erfüllt wurden und insofern der Vereinigungsprozess keineswegs abgeschlossen ist.

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Berliner Debatte Initial 1/2015: Piketty kontrovers

Berliner Debatte Initial 1/2015

Piketty kontrovers

Seit den 1980er Jahren hat ökonomische Ungleichheit wieder deutlich zugenommen und inzwischen bedrohliche Ausmaße erlangt. Trotzdem hatte die Kritik an der Hegemonie wirtschaftsliberalen Denkens in Ökonomie und Politik lange kaum Resonanz in den Wissenschaften gefunden. Dies änderte sich erst durch Piketty: Auf Grundlage einer neuen statistischen Datenbank arbeitete er langfristige Trends der Ungleichverteilung von Kapital empirisch heraus. Er prognostiziert eine Rückkehr des „patrimonialen Kapitalismus“, in dem die Lebenschancen der Menschen wieder durch die Höhe des ererbten Vermögens bestimmt werden, und der daher auch die Demokratie bedroht.

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Berliner Debatte Initial 4/2014: Jugend und Revolte im „Arabischen Frühling“

Berliner Debatte Initial 4/2014

Jugend u. Revolte im „Arabischen Frühling“

Trotz der entscheidenden Rolle der jungen Generation in den Protestbewegungen in Nordafrika und im Nahen Osten ist sie in den neuen politischen (Un-)Ordnungen und Entscheidungsprozessen kaum vertreten. Wo sind die jungen „Revolutionäre“ von 2011 geblieben? Wurden all ihre Hoffnungen auf Veränderung, soziale Gleichheit und Freiheit enttäuscht oder hat sich doch etwas zum Positiven verändert? Aus einer komparativen und interdisziplinären Perspektive heraus werden verschiedene Formen der politischen Partizipation sowie aktuelle Herausforderungen der jungen Generation des südlichen und östlichen Mittelmeerraums beleuchtet.

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Berliner Debatte Initial 3/2014: Stadtkindheit – Aufwachsen im urbanen Raum

Berliner Debatte Initial 3/2014

Stadtkindheit

Aufwachsen im urbanen Raum

Städte erleben seit einigen Jahren eine Renaissance: Vielfältige Initiativen widmen sich der Wieder-Aneignung von Stadt. In den Sozial- und Geisteswissenschaften ist ein neuer Urbanitätsdiskurs entstanden, der sich mit städtischer Kreativität, Gentrifizierung und den Eigenlogiken von Städten beschäftigt. Vergleichsweise wenig beachtet wird dabei die Rolle von Kindern. Der Themenschwerpunkt „Stadtkindheit“ trägt dazu bei, dies zu ändern: Sieben Beiträge geben Auskunft darüber, was es gegenwärtig für Kinder und Jugendliche heißt, im urbanen Raum aufzuwachsen.

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Berliner Debatte Initial 2/2014: Krieg ohne Heimatfront?

Berliner Debatte Initial 2/2014

Krieg ohne Heimatfront?

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts scheint - zumindest in der westlichen Hemisphäre - der Moment gekommen zu sein, in dem der Krieg seine konstitutive und regulative Funktion für die Entwicklung von Staaten und Gesellschaften endgültig verloren hat. Wie lassen sich die Auswirkungen heutiger Kriege auf die westlichen Gesellschaften analysieren? Sind diese tatsächlich so gar nicht vergleichbar mit früheren Epochen? Und welche Rückkopplungseffekte lassen sich im Hinblick auf kulturelle und institutionelle Normen europäischer Gesellschaften feststellen?

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Berliner Debatte Initial 1/2014: Innovativer Rechtsextremismus?

Berliner Debatte Initial 1/2014

Innovativer Rechtsextremismus?

Das jahrelang unentdeckt gebliebene Morden des NSU zeigt, dass die rechtsextreme Bewegung nach wie vor innovations- und anpassungsfreudig ist. Vor diesem Hintergrund muss in der Sozialforschung gefragt werden, ob die bisherigen Methoden, Erklärungs- und Interpretationskonzepte ausreichen, um die modernen Entwicklungen des Rechtsradikalismus gehaltvoll analysieren und soziale Entstehungs- wie Wirkungszusammenhänge in der Bewegungsfamilie hinreichend aufklären zu können.

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Berliner Debatte Initial 4/2013: Solitär - André Gorz

Berliner Debatte Initial 4/2013

Solitär - André Gorz

Deleuze, Derrida, Foucault, Lyotard, Ranciere – die Reihe zeitgenössischer französischer Philosophen, die in den deutschsprachigen Geistes- und Sozialwissenschaften großen Anklang finden, ließe sich um einige Namen ergänzen. André Gorz taucht in solchen Aufzählungen nur noch selten auf. Der Schwerpunkt dieses Heftes soll dazu anregen, ihn wiederzuentdecken. Vier Aufsätze und ein Interview verorten Gorz’ Denken nicht nur im Kontext größerer philosophischer und politischer Debatten, sondern zeigen auch, welche Anregungen Gorz für eine zeitgemäße Sozialtheorie bereithält.

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Berliner Debatte Initial 3/2013: Auf der Jagd nach Gefühlen

Berliner Debatte Initial 3/2013

Auf der Jagd nach Gefühlen

Das Thema „Gefühle“ ist bereits seit den 1980er Jahren en vogue. Mit Beiträgen aus unterschiedlichen Disziplinen versucht sich der Heftschwerpunkt an einer Bestandsaufnahme: Warum lassen sich mit dem Thema so gut Forschungsgelder einwerben? Was sagt die Emotionswissenschaft zu gesellschaftlich relevanten Fragen? Welche emotionalen Skripte werden uns medial vorgegeben? Und was bedeutet all dies für unsere eigene Emotionalität? Im Nebenschwerpunkt geht es um die politische Entwicklung der späten Sowjetunion - jenseits der herkömmlichen Dichotomie von Demokratie und Autokratie.

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Berliner Debatte Initial 2/2013

Postdiktatorische Räume

Der Flug einer Leninstatue durch Berlin im Film Goodbye Lenin steht auf emblematische Weise für die Umgestaltung des öffentlichen Raumes nach 1989. Der Themenschwerpunkt diskutiert den Umgang mit der Vergangenheit in Bezug auf postdiktatorische Räume. Letztere werden hier in weitem Sinne verstanden, denn die Fallstudien widmen sich sowohl postsozialistischen als auch post-autoritären bzw. postkolonialen Kontexten (Spanien und Portugal). Den Auftakt des Heftes bildet, in deutscher Erstübersetzung, ein Schlüsseltext von Pierre Bourdieu – inklusive Kommentar und eingehender Analyse.

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Berliner Debatte Initial 1/2013

Bildung und Biologie

Biowissenschaftliches Wissen gewinnt im pädagogischen Feld an Präsenz. Das Spektrum reicht von populärwissenschaftlichen Darstellungen über die pädagogische Praxis und Lebenswelten von Kindern und Eltern bis zur Erziehungswissenschaft als Disziplin. Jenseits rhetorischer Auseinandersetzungen werden im Themenschwerpunkt kritische Perspektiven auf die pädagogische Präsenz der Biowissenschaft entwickelt und Aspekte angesprochen, die bisher kaum Beachtung fanden. Der Nebenschwerpunkt setzt die Diskussion aus Heft 1/2012 um die Bewältigung des Stalinschen Terrors in Russland fort.

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Berliner Debatte Initial 4/2012

Literatur und Utopie

Welche Bedeutung haben Utopien in der zeitgenössischen Literatur? Was sind ihre Chancen auf Verwirklichung im geschichtlichen Hier und Jetzt? Was ist der Preis, den ein utopisches Denken von uns und denen fordert, die uns folgen? Kann es sein, dass die Kosten eventuell erheblich höher ausfallen als die versprochenen Verheißungen? Der Schwerpunkt in Heft 4/2012 sucht diese Fragen zu beantworten.

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Berliner Debatte Initial 3/2012

Jenseits der Orthodoxie

Schon heute ist sicher, dass die aktuelle Krise in die Wirtschaftsgeschichte als nachhaltige Zäsur eingehen wird. Sie hat nicht nur den Finanzmarktkapitalismus als marktradikales Modell diskreditiert; sie hat auch die theoretischen Grundlagen des Finanzkapitalismus radikal in Frage gestellt. Darum erleben kapitalismuskritische und alternative Konzepte zur Zeit einen ungeahnten Aufschwung. Ausgabe 3/2012 widmet sich der Analyse bemerkenswerter Entwicklungsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft, deren wissenschaftliche Bearbeitung gerade erst begonnen hat.

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Berliner Debatte Initial 2/2012

Honeckers Welt

Der Person Erich Honeckers (1912-1994) heute noch innovative Aspekte abringen zu wollen, ist ein seltsames Unterfangen. Wie eine Randfigur wirkt sie, im Schatten anderer deutscher Staatsmänner. Die im Themenschwerpunkt "Honeckers Welt" versammelten Beiträge möchten zeigen, dass die Geschichte Erich Honeckers noch nicht auserzählt ist.

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Berliner Debatte Initial 1/2012

Fragmentierung und Überleben

Die Entwicklungsprobleme in Ostdeutschland sind vor dem Hintergrund eines weltweiten sozialökonomischen Umbruchs seit Ende der 1970er Jahre zu sehen. Heute stehen wettbewerbsfähige Unternehmen, prosperierende Regionen, stagnierende Lokalwirtschaften mit prekären Beschäftigungsverhältnissen, deindustrialisierte Städte sowie sich entleerende ländliche Räume nebeneinander. Andreas Willisch hat Beiträge aus dem „Wittenberge-Projekt“ (2007-12) zusammengestellt, die Strategien untersuchen, die es den Bewohnern abgehängter europäischer Regionen ermöglichen, unter prekären Umbruchbedingungen „fortzufahren, zu leben“ (Derrida).

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Berliner Debatte Initial 4/2011

Kapitalistische Moderne

Angesichts vielschichtiger Krisenprozesse des globalen Kapitalismus seit 1997/98 lässt sich für die soziologische Zeitdiagnose eine Bewegung erkennen, die Streeck in der Formulierung pointierte: "bringing capitalism back in." Im Schwerpunkt diskutieren Autoren Gründe, Formen und Folgen dieser eigentümlichen gegenwartsdiagnostischen und gesellschaftstheoretischen Sequenz. Insbesondere interessiert, ob und wie die Postmoderne-Debatte der 1980/90er Jahre Einfluss auf heutige Diskurse und theoretische Entwicklungen ausübt. Was bedeutet die Postmoderne für die kapitalistische Moderne?

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Berliner Debatte Initial 3/2011

Sozial & ökologisch

Der Begriff „Reformismus“ geht auf eine Kontroverse in der frühen sozialistischen Bewegung um den angemessenen Weg zu einer sozial gerechten Gesellschaftsordnung zurück. Als Begründer des theoretischen Reformismus gilt Eduard Bernstein, der die revolutionäre Strategie des Marxismus verwarf und dafür plädierte, gesellschaftliche Veränderungen in Richtung der Reduzierung sozialer Ungleichheit anzustreben. Die Initiatoren des Themas versuchen dem ursprünglichen Reformverständnis insofern wieder Geltung zu verschaffen, als sie die Notwendigkeit eines grundsätzlichen und progressiven Charakters konstruktiver Reformpolitik begründen.

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Berliner Debatte Initial 2/2011

Sparwut

Die „große Krise“ der Jahre 2008 und 2009 hat zu enormen Verwerfungen in der Weltwirtschaft geführt: Ungleichgewichte in den Handels- und Leistungsbilanzen, kaum noch beherrschbare Defizite der Staatshaushalte und astronomische Schuldenberge, tiefe Löcher in den Bankbilanzen, unerwartete Währungsturbulenzen sowie inflationäre Preissteigerungen sind die auffälligsten Phänomene. In den öffentlichen Debatten aber steht vor allem der Anstieg der Staatsverschuldung im Fokus.

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Berliner Debatte Initial 1/2011

Populismus

Nicht erst mit dem Erscheinen des „Sachbuchs“ aus der Feder von Sarrazin 2010 machte sich die Politik einen neuen Kampfbegriff zu eigen: „Populismus!“ Wann immer sich Forderungen nach mehr Basisdemokratie oder dem Ausbau sozialstaatlicher Leistungen erheben, wenn Nationalismen oder antimuslimische Ressentiments ihren Weg in die Öffentlichkeit finden – umgehend formulieren Medien den Vorwurf des „Populismus“. Die Autoren spüren Formen des Populismus in vergleichender Perspektive nach. Sie leisten Pionierarbeit, die sich als Beitrag zu einem aufgeklärten Umgang mit dieser problembeladenen Erscheinung versteht.

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Berliner Debatte Initial 4/2010

Gesampelte Gesellschaft

Biobanken für menschliche Zellen, Gewebe und andere Körpersubstanzen dienen nicht allein der Erforschung von Krankheiten, sondern können Daten für umfassende epidemiologische Studien liefern, deren Zwecke nicht abzusehen sind. „Biobanking“ wirft Fragen auf: nach dem Eigentumsstatus aufbewahrter Materialien, Möglichkeiten und Grenzen des Schutzes der Privatsphäre der Spender und nach den Kommerzialisierungsbedingungen für die Nutzung menschlicher Materialien. Die Autoren prüfen zentrale Konzepte wie Eigentum, Privatheit, „Spenden“ für Biobanken, sowie Erteilung oder Verweigerung von „Zustimmungen“ an der Forschung.

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Berliner Debatte Initial 3/2010

Autokratie Heute

Mitte der 1990er Jahre lief Huntingtons Dritte Welle der Demokratisierung beinahe ungehört aus. Zweifellos veränderte sie die politische Weltkarte. Zu Fukuyamas „Ende der Geschichte“ führte sie indessen nicht. Ungerührt von Gischt und Brandung trotzen einige autokratische Regime den demokratischen Gezeiten und erzwingen eine umfassende Revitalisierung der Autokratieforschung. Dieses Heft gibt Auskunft über den Erkenntnisstand und die laufende Debatte. Gefragt wird nach dem Wesen autokratischen Regierens gestern und heute, aber auch nach den Herausforderungen, denen sich autokratische Regierungen im 21. Jahrhundert gegenüber sehen.

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Berliner Debatte Initial 2/2010

Europäische Integration und EU-Kritik

Mitte der 1990er Jahre galt Kritik an der EU in den Öffentlichkeiten ihrer Mitgliedsländer als tabu. Inzwischen ist von politischen Eliten der Mitgliedsstaaten, selbst von Intellektuellen, die zu Protagonisten des europäischen Einigungsprojekts zählten, vehemente Grundsatzkritik am Modus der europäischen Integration zu vernehmen. Die Ausgabe spürt diversen Phänomenen der neueren Skepsis nach, darunter dem in der Literatur häufig thematisierten „Demokratiedefizit“ und der wachsenden Diskrepanz zwischen Forcierung der Integration des europäischen Binnenmarktes und dem Geltungsverlust von Projekten positiver Integrationspolitik.

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Berliner Debatte Initial 1/2010

Klimapolitik in Südamerika

Folgen des Klimawandels für weniger prominente Länder, aber auch deren klimapolitisches Potenzial finden in der Debatte selten Beachtung. Der Schwerpunkt bietet Einblick in komplexe Zusammenhänge von Welthandel, Entwicklungszusammenarbeit, Technologietransfer und Klimapolitik. Zudem zeigt er für lateinamerikanische Schwellenländer Möglichkeiten auf, klimaverträgliche Investitionen zur Modernisierung ihrer Exportstruktur und mittelfristigen Stärkung ihrer Wettbewerbspositionen auf dem Weltmarkt zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt knüpft an „Wege aus der Krise“ (Heft 2/2009) an und zeigt Auswege aus der Finanz- und Wirtschaftskrise.

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Berliner Debatte Initial 4/2009

"Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" neu gelesen

Im feierlichen 20. Jahrgang widmet sich die Zeitschrift Umbruchprozessen. Die aktuelle Weltwirtschaftskrise hat das Verständnis des Kapitalismus stärker als je zuvor seit 1989 problematisiert. Politikwissenschaftler fragen sich, wie angesichts zunehmend transnationalen Regierens gehaltvolle Demokratie noch möglich ist – eine Perspektive, die vor 20 Jahren kaum denkbar war. Schumpeters Klassiker "Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie" von 1942 ist wieder en vogue.

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Berliner Debatte Initial 3/2009

Bildung als Humankapital

Bildung als Humankapital – diese Perspektive provoziert. Unter dem Eindruck des Wettbewerbs in einer globalen Wissensgesellschaft erwartet Bildungspolitik, dass sich die Einzelnen produktiv auf die Erfordernisse des globalen Marktes beziehen. Bessere Bildung und Anstrengungen schaffen bessere Beschäftigungsmöglichkeiten und sorgen eher als steigende Sozialausgaben dafür, die Lage der Individuen und die gesamtgesellschaftliche Situation zu verbessern. Welchen Strukturwert gewinnen spezifische Thematisierungsformen von Bildung in diversen institutionellen Kontexten und welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Trend zur Humankapitalisierung von Bildung?

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Berliner Debatte Initial 2/2009

Wege aus der Krise

Die Weltwirtschaft befindet sich 2009 in einer dramatischen Lage. Nach dem Zusammenbruch des US-Immobilien- und Hypothekenmarktes, dem Kollaps von Großbanken und der Krise auf den Finanzmärkten, welche mit der Lehman-Pleite ihren Höhepunkt erreichte, verzeichnet nunmehr die globale Produktion von Gütern und Dienstleistungen ihren tiefsten Einbruch seit der Weltwirtschaftskrise 1929/33. Wie diese Krise historisch zu bewerten sein wird, steht noch aus. Mit diesem Heft soll die Diskussion über Hintergründe, die Deutungsversuche und die interdisziplinäre Erklärung der Krise im Lichte der aktuellen Ereignisse fortgesetzt werden.

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Berliner Debatte Initial 1/2009

Konsumzeit - Zeitkonsum

Befasst man sich mit dem Thema „Konsum", trifft man auf eine Vielzahl von Fragestellungen. Konsum geschieht quasi überall und schließt kaum jemanden völlig aus. Weniger untersucht ist der Zusammenhang von Konsumzeit und Zeitkonsum. Dies mag daran liegen, dass Zeit eine geradezu allgegenwärtige Qualität besitzt, allem immer schon zugrunde liegt. Dabei ist die Relevanz von Zeit für den Konsum immens, als intervenierende Variable, aber auch als konkrete, mitunter sogar reflexive Referenz, etwa wenn Zeit selbst zum Gegenstand von Konsum wird, mehr noch, wenn Zeit für den Konsum knapp wird.

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Berliner Debatte Initial 6/2008

Deutsch-polnische Kalamitäten

Rhetorische Ausfälle, die 2005-2007 das polnisch-deutsche Verhältnis kennzeichneten, schienen quer zu liegen zu den sonstigen Trends in der gemeinsamen Entwicklung. Alles wahlpolitische Inszenierung? An substanziellen Konflikten wie über den EU-Reformvertrag von Lissabon oder die strategische Gestaltung der Beziehungen zu Russland hat sich nichts Wesentliches geändert. Konflikte dieser Art verweisen auf tiefer liegende Differenzen, die nicht nur die Einstellungen von Deutschen zu Polen und umgekehrt konditionieren, sondern weit darüber hinausreichen, insofern sie die Verständigung über europäische Integration erschweren.

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Berliner Debatte Initial 5/2008

Neunzehnhundertachtundsechzig

Angesichts der Fülle von Gedenkveranstaltungen zum 40. Jahrestag der Studentenbewegung der 1960er Jahre, die man sich angewöhnt hat, mit der Jahreszahl 1968 gleichzusetzen, hat es den Anschein, als handele es sich dabei um das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der Bundesrepublik.

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Berliner Debatte Initial 4/2008

Endlose Depression

Die gegenwärtige Finanzkrise bringt einschneidende Veränderungen für das gesamte internationale Wirtschafts- und Finanzsystem mit sich. Einige reden von einem Ende des ungehemmten Wirtschaftsliberalismus, einer Renaissance der keynesianischen Globalsteuerung. Die Zeiten der Deregulierungseuphorie sind zu Ende – nur können wir nicht sicher sein, ob die Ideen zu einer Erneuerung der Regulation eher der nochmaligen „allerletzten" Rettung des Alten dienen oder ob sie auf den Weg zu etwas Neuem, einem „sozialen Ökokapitalismus", führen. Eine Antwort haben wir nicht, aber das Heft bietet viele Anregungen auf dem Weg zu Antworten.

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Berliner Debatte Initial 3/2008

Akteure in Ostdeutschland

Ostdeutschland nimmt teil an der globalen Transformation des bislang dominierenden fordistischen Wirtschafts- und Sozialsystems. Seit Anfang der 1970er Jahre zeigen sich in diesem System erhebliche Risse, Verwerfungen und Erscheinungen von Erosion. Neue Formen der Produktion, der Verteilung, der sozialen Interaktion, ja der gesamten Lebensweise müssen gefunden werden. Mit diesem Ziel hatte sich das Netzwerk Ostdeutschlandforschung den Fragen nach den Akteuren des Umbruchs zugewandt und im Experimentierraum Ostdeutschland nicht Adaption bzw. Nachbau bestehender institutioneller Muster, sondern prinzipiell offene Konstellationen gefunden.

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Berliner Debatte Initial 1/2 /2008

Antisemitismus

Rechtsextremismus und Antisemitismus gehören zu den drängendsten Problemen unserer Zeit. Obgleich die logische und thematische Verbindung beider Phänomene nicht ohne Weiteres gegeben ist, sind beide Aspekte eines gesellschaftlichen Problems: Rechtsextremismus existiert nicht ohne Antisemitismus, er ist für jenen ebenso konstitutiv, wie Antisemitismus (in seiner aggressiven Form) kaum ohne rechtsextreme Praktiken, Ansichten und Haltungen auskommt. Quantitative und qualitative empirische Befunde aus der Schweiz und Deutschland dokumentieren diesen Zusammenhang.

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