WeltTrends 178 | August 2021
Weltraum
Konfrontation & Kooperation
Der Weltraum ist en vogue. Mehr Akteure, mehr Satelliten (und mehr Schrott) im All. Es geht um Interessen und die führen zu Konflikten. Im Thema geht es um die Militarisierung (Götz Neuneck), um den Erhalt der friedlichen Kooperation (Dieter B. Herrmann), um die Verrechtlichung der Problemlagen (Gunter Görner) und um den politischen Willen zur Zusammenarbeit im All (Lutz Kleinwächter). Im Forum setzen wir die Debatte zu Russlands Außenpolitik fort. Weitere Beiträge sind zu Mali, Großbritannien und zur Ukraine.
Berliner Debatte Initial 2/ 2021
Belarus – eine Revolution?
Die gefälschte Präsidentschaftswahl Anfang August 2020 und die anschließenden Massenproteste haben Belarus auf die Weltbühne katapultiert. Wie sind diese Ereignisse einzuordnen? Welche Vorgeschichte haben sie? Der Themenschwerpunkt „Belarus – eine Revolution?“ erweitert und vertieft die Perspektiven auf ein Land, das international bislang kaum Beachtung fand. Die Autor:innen der 11 Beiträge untersuchen Ursachen und Folgen der aktuellen Ereignisse, schildern die staatliche Willkür und Gewalt und befassen sich mit der vielschichtigen belarusischen Geschichte und Kultur.
Initiativkreis 75 Jahre Potsdamer Konferenz (Hrsg.)
75 Jahre Potsdamer Konferenz
Höchste Zeit für Neubesinnung auf Entspannung und friedliche Zusammenarbeit
Ein Sammelband zur Tagung vom 29. August 2020 in Potsdam. Dies ist keine geschichtswissenschaftliche Fachtagung. Sie möchten angesichts der seit etlichen Jahren wieder wachsenden zwischenstaatlichen Spannungen in der Welt, auch in Europa, aus Anlass dieses Jubiläums – 75 Jahre Potsdamer Konferenz – ein politisches Signal aussenden: Wir brauchen internationale Verständigung, ein gesamteuropäisches Sicherheitssystem und Abrüstung, in Gang zu setzen durch eine neue Entspannungspolitik. Ich teile dieses Anliegen voll und ganz.
WeltTrends 177 | Juli 2021
Berliner Außenpolitik
Die Merkel-Ära geht zu Ende. Das drängt zur Bilanz, auch der Außenpolitik. Um die geht es in diesem Heft. Lutz Kleinwächter, Petra Erler, Wolfram Wallraf und Erhard Crome diskutieren die deutsche Außenpolitik der letzten Jahrzehnte aus unterschiedlichen Perspektiven. Im WeltBlick geht es um Turbulenzen im Pazifik und die ZapaTour und in der Analyse zieht Ludger Volmer Lehren aus dem Afghanistan-Krieg. Im Forum Theorie nimmt Klaus Schlichte die Kritik von Hartmut Elsenhans am Konstruktivismus auf.
WeltTrends 176 | Juni 2021
Südostasien
Region im Umbruch
Wirtschaftliche Dynamik, verbunden mit fortdauernder autoritärer Herrschaft. Das ist trotz aller Spezifik die Entwicklungsrichtung in Vietnam, Laos, Kambodscha und Myanmar, die im Thema dieses Heftes diskutiert werden. Nach 20 Jahren geht in Afghanistan ein Krieg zu Ende. Welche Lehren werden gezogen? Dazu im Gastkommentar von Kathrin Vogler. Im Forum führen Michael Richter und Walter Schilling die Debatte zu „Russland in der Weltpolitik“ fort. In der Historie erinnert Hans-Heinrich Nolte an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren.
WeltTrends 175 | Mai 2021
Afrika und Europa
Ein strategisches Bündnis?
Wann gibt es endlich einen „echten Paradigmenwechsel“ im europäisch-afrikanischen Verhältnis? Afrikanische und deutsche Autorinnen und Autoren diskutieren im Thema die Notwendigkeit einer strategischen Partnerschaft, aber sehen auch die Hindernisse für ein gleichberechtigtes Miteinander. Im Forum führen Wilfried Schreiber und Wulf Lapins die Debatte zu „Russland in der Weltpolitik“ fort. Weiterhin in diesem Heft: Der Militärputsch in Myanmar, Chinas Kampf gegen die Korruption sowie eine „NATO ohne Kompass“.
Berliner Debatte Initial 1/2021
Vor der Abwicklung
Der Themenschwerpunkt „Vor der Abwicklung“ rückt eine Phase in der Entwicklung der DDR-Gesellschaftswissenschaften ins Zentrum, die in der wissenschaftshistorischen Forschung bislang wenig Aufmerksamkeit fand. Die Beiträge untersuchen exemplarisch Themen und Projekte der philosophischen und historischen Disziplinen, die in den 1970er und 1980er Jahren diskutiert und realisiert wurden. Den Autoren geht es nicht zuletzt um die Frage, wie sich zeitgenössische Wissenschaftsgeschichte produktiv mit den DDR-Gesellschaftswissenschaften auseinandersetzen kann und was es dabei – jenseits eingespielter Reflexe – zu entdecken gibt.
WeltTrends 174 | April 2021
Aufrüstung und die Folgen?
2019 wurden weltweit 1.917 Milliarden US-Dollar für militärische Zwecke ausgegeben. Das Thema beschäftigt sich mit diesem Rüstungswahnsinn und seinen Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Klima. Im Forum wird die Debatte zu „Russland in der Weltpolitik“ mit Beiträgen von Alexander Rahr und Hans-Heinrich Nolte geführt. Im Weltblick geht es um die Entwicklungen in Südamerika und den Zweiten Karabachkrieg. Im Gastkommentar stellt MdB Matthias Höhn, sicherheitspolitischer Sprecher der Linksfraktion, die Frage nach einer Außenpolitik „auf der Höhe der Zeit“.
Lukas Warning
Aufbruch in eine demokratische Wirtschaft
Wie Kommunen transformative Unternehmen stärken können
Die Antwort auf Klimakrise, Ungleichheit und Zerfall unserer Demokratie ist eine Wirtschaft, die wir gemeinsam gestalten und die uns allen gehört. Wenn Städte und Gemeinden zu Gestalterinnen des Wandels werden, kann kommunale Wirtschaftspolitik grundlegend neu ausgerichtet werden: Weg von Wachstumszwang, zerstörerischem Wettbewerb und der Umwerbung multinationaler Großkonzerne – hin zu einer dezentralen und vernetzten Struktur, die vor Ort gute Arbeit und Wohlstand schafft, soziale und ökologische Ziele verfolgt und Vielen statt Wenigen gehört.
Arne C. Seifert
Friedliche Koexistenz in unserer Zeit
Der neue Kalte Krieg und die Friedensfrage
Im Jahr 2021 steht die NATO, militärisch und ideologisch hochgerüstet, auf Russlands europäischer Türschwelle. Ihr letztes, direkt ins Innere Russlands führendes Schlupfloch – die Krim – hat Russland geschlossen und wird es auch nicht wieder öffnen. „Was nun?“ Vor dieser Frage stehen beide Seiten: Die Schwelle überschreitender Angriff für die eine, Vorneverteidigung für die andere. Beide laufen auf Krieg hinaus. Arne C. Seifert analysiert aus friedenspolitischer Perspektive den West-Ost-Konflikt und seinen neuen Kalten Krieg, ihre Gefahren und, vor diesem Hintergrund, die Erfahrungen aus dem „Helsinkiprojekt“ (1975–1990).




